Der strafbestimmende Wertbetrag bei der EU-Quellensteuer

Bei der EU-Quellensteuer (EU-QuSt) sind drei Viertel des Steueraufkommens an den Mitgliedstaat weiterzuleiten, in dem der Empfänger der Zinsen seinen Wohnsitz hat (§ 9 Abs 2 EU-QuStG). Ein Viertel des Aufkommens verbleibt der Republik Österreich als Abgeltung für den Einhebungsaufwand. Wenn die EU-QuSt nicht im gesetzlichen Umfang abgeführt wurde, stellt sich die Frage, ob dadurch ein finanzstrafrechtlicher Tatbestand erfüllt wurde. Sollte dies zu bejahen sein, stellt sich die weitere Frage...