Die unnötige Verlängerung der Verjährung von Delikten mit minderjährigen Opfern

Eine gravierende und in ihren Auswirkungen weit über das Sexualstrafrecht hinaus bedeutende Änderung durch das 2. Gewaltschutzgesetz betrifft die Verlängerung der Verjährung bei Delikten mit minderjährigen Opfern. Sie führt dazu, dass die Verjährung sämtlicher (auch fahrlässiger) Straftaten gegen Leib und Leben, Freiheit sowie sexuelle Integrität und Selbstbestimmung mit minderjährigen Opfern erst mit deren 28. Lebensjahr beginnt, sofern diese Straftaten nicht bereits am 1. 6. 2009 verjährt waren.