Ist das österreichische Namensrecht noch zeitgemäß?

Auch mit dem NÄG 1995 hat der Gesetzgeber die antiquierte männerorientierte Ordnung nicht überwunden. Anderseits ist das Namensrecht gekennzeichnet durch weitgehende Starrheit des Systems. Das zeigt sich vor allem beim Kindesnamensrecht - besonders aber in Fällen, in denen die Mutter einen Doppelnamen führt. Der Gesetzgeber sollte daher ein flexibleres Rechtsinstitut schaffen, das sowohl einer modernen, egalitären Gesellschaft als auch den Interessen der Betroffenen gerecht wird.