Contra „ausufernde“ ärztliche Aufklärungspflicht

Der OGH hatte sich im März 2006OGH 7. 3. 2006, 5 Ob 165/05h; im Volltext erhältlich unter www.ris.bka.gv.at/jus/. Siehe dazu FamZ 31/06 mit Anm Neumayr mwN. mit dem Schadenersatzbegehren von Eltern, die ein schwer behindertes Kind bekamen, auseinanderzusetzen. Der OGH entschied, dass den Gynäkologen der Kindesmutter trotz lege artis durchgeführter Untersuchung, und obwohl dieser die Kindesmutter ua in eine Risikoambulanz überwiesen hatte, der Vorwurf mangelhafter Aufklärung treffe, und verurteilte ihn zur Leistung des gesamten Unterhalts für das mit einer Behinderung zur Welt gekommene Kind. Insb zur Klärung der Mitschuld der Kindesmutter verwies der OGH das Verfahren jedoch zurück an die erste Instanz.