Unabhängigkeit und Bestellung von externen Prüfern bei gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierungen

Sacheinlagen, Verschmelzungen, Spaltungen, aber auch der Gesellschafterausschluss nach dem GesAusG sind durch Sachverständige zu prüfen.Die Prüfung durch den Abschlussprüfer, dessen Unabhängigkeit und Bestellung in letzter Zeit häufig Gegenstand der Diskussion (vgl Gelter, Die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers [2004]; Karollus, Die Haftungshöchstgrenze bei der Dritthaftung des Abschlussprüfers de lege lata und de lege ferenda, RdW 2006/386; Walter Doralt, Haftung der Abschlussprüfer [2005]; Gruber/Harrer, Aktuelle Probleme der Abschlussprüfung [2006]) und der Bemühungen des Gesetzgebers waren (zuletzt GesRÄG 2005, BGBl I 2005/59), wird nicht näher behandelt. Vgl auch jüngst Art 22 der neuen Abschlussprüfer-RL 2006/43/EG vom 17.5.2006, ABl L 157 vom 9.6.2006, S 87; dazu Gelter, Die künftige EU-Abschlussprüfer-Richtlinie, in Gruber/Harrer, Aktuelle Probleme der Abschlussprüfung (2006) 15. Die Unabhängigkeit dieser Prüfer ist ein Dauerbrenner der Diskussion. Insb die Prüfung durch den Abschlussprüfer und die Vornahme von Prüfungshandlungen schon während der Gestaltungsphase sind aktuelle Fragen. Von besonderer Bedeutung ist die Bestellung des Prüfers. Wer ist dafür zuständig? Wer soll es de lege ferenda sein? Ist das Gericht bei der Bestellung an Vorschläge der Antragsteller gebunden?